Friedhofszugang vom Mühlweg

bleibt nach dem letztem Gemeinderatsbeschluss zu!

Liebe Inzingerinnen und Inzinger,

unverständlich ist und bleibt uns die Entscheidung des Gemeinderates in seiner letzten Sitzung am 4. Feb. 2004 das Begehren auf Wiederherstellung des Friedhofszuganges von 455 Dorfbewohnern abzuschlagen. In dieser Sitzung wurde auf Wunsch des Bürgermeisters der Tagesordnungspunk: „Bericht vom Kulturausschuss“, in dem die sicherheitsoptimierte Herstellung des Zuganges behandelt wurde, nachträglich aufgenommen. Es gab keinen Grund, diesen Punkt nicht gleich regulär als Tageordnungspunkt anzuführen. Dieses unkoordinierte Vorgehen überraschte uns umsomehr, als Vbgm. Lagler wiederholt bemüht war, mit dem Bgm. Heel auf eine Konsenslösung hinzuarbeiten und ihn rechtzeitig um reguläre Aufnahme in die Tagesordnung gebeten hat, sowie 2 Planvorschläge zur Optimierung vorlegte. Information der Gemeindebürger und auch Gemeinderäte, wann ihre Anliegen im Gemeinderat behandelt werden scheint von geringer Bedeutung zu sein oder wollte man hier keine Zuhörer?

Im Bericht des Kulturausschussvorsitzenden GR. Bruno Hörtnagl wurden die Gründe vorgetragen, warum keine Wiederöffnung erwünscht ist. Hauptargument waren die Störung der Ruhe auf dem Friedhof und das Sicherheitsrisiko für Kinder beim direkten Ausgang zum Mühlweg. Es wurden insgesamt 3 Varianten der Neugestaltung des Zuganges besprochen, die alle, wie auch  der Kulturausschussobmann auf Rückfrage von GR. Klaus Heiß bestätigte, dieses Sicherheitsproblem gelöst hätten. Als Entscheidungsgrundlage wurden vom Kulturausschuss die 455 Unterschriften bezüglich des Einzugsgebietes gruppiert und dieser war der Meinung, die Unterschriften vom Unterdorf hätten nicht das Gewicht.

Der Ordnung halber wurde von Klaus Heiß festgestellt, dass für die seinerzeitige Schließung kein Gemeinderatsbeschluss vorlag. Dies wurde nachgeholt, indem man den Beschluss auf Beibehaltung der Schließung fasste:
Für das Wiederöffnen waren nur unsere 3 GR. sowie 1 JUF,
dagegen waren 7 der ÖVP-Listen, 1 SPÖ, 1 FPÖ und 2 JUF.

Wenn auch der Großteil der Gemeinderäte der Meinung ist, für dieses von 455 DorfbewohnerInnen schriftlich eingebrachte Begehren gäbe es keine ausreichenden Gründe, so sind wir auf Grund der vorgebrachten sachlichen und rechtlichen Argumente fest entschlossen dieses Begehren mit Unterstützung all jener, die sich bisher schon stark dafür eingesetzt haben, weiter zu verfolgen.

Wir versprechen nicht nur Bürgernähe, wir leben sie auch.

Hier finden Sie unsere Argumente für die Wiederöffnung des seit Errichtung des Friedhofes (47 Jahre) bestehenden Zuganges!


Unsere Argumente sind:

1. Viel benützter Zugang zu Friedhof und Kirche

Insbesondere ältere Dorfbewohner, für welche dieser Zugang zum Friedhof und Kirche eine Erleichterung darstellte, haben seit einem halben Jahrhundert diesen Zugang geschätzt und möchten diesen auch nicht mehr missen!

Wegen der beschränkten Parkplatzsituation ist es für viele DorfbewohnerInnen, insbesondere jenen vom Inzinger Berg, angenehm den Parkplatz bei der Hauptschule zu nehmen und diesen Zugang zum Friedhof und zur Kirche wie auch alle im Einzugsbereich wohnenden InzingerInnen gleichermaßen auf kurzem Wege zu nutzen.

Der ansonsten entstehende Umweg bedeutet hin und zurück ca. 250m mit zusätzlicher Anstrengung zur Überwindung des Höhenunterschiedes welcher ca. 30 Stufen entsprechen würde und gerade im Winter für ältere Menschen ein zusätzliches Risiko bedeutet!

Dieser Zugang spielte auch für viele eine bedeutende Rolle beim Einzug der Erstkommunikanten von der Schule in die Kirche.

2. Fluchtweg und zusätzlicher Ausgang aus dem Friedhof

Bei kirchlichen Anlässen wie z.B. Allerheiligen und Begräbnissen sind immer wieder sehr große Menschenansammlungen anzutreffen.

Durch Schließung des zweiten Ausganges entsteht durch die ohnehin massive Ummauerung das Gefühl der Beengtheit.

Hier spielt wiederum die Wintersituation ein Rolle, wo jeder froh ist auf direktem Wege nach Hause zu kommen.

Der von der Friedhofsbehörde beauftragte Sachverständige vertritt die Auffassung, dass betreffend Fluchtwegsituation für den Friedhof im Analogieschluss die Bestimmungen des Veranstaltungsgesetzes heranzuziehen sind. Dies bedeutet, dass bei einer Menschen-ansammlung von über 300 Personen ein zweiter unabhängiger Fluchtweg bestehen muss.

3. Vorteile durch die Neugestaltung des Ursprünglichen

Mit der Neugestaltung würde die Öffnung etwas nach Norden verschoben und ein abgewinkelter Durchgang mit 3 Stufen und einem Austrittspodest zum Mühlweg hergestellt.

Das bisher beanstandete Sicherheitsrisiko würde dadurch beseitigt. Diese Öffnung wäre auch für Radfahrer ungeeignet. Ein barrierefreier Zugang besteht jetzt schon im Osten.

So wird auch für die ursprünglich betroffenen Grabbesucher ein zusätzlicher Freiraum geschaffen.

4. Ersessenes Recht

Empörte BürgerInnen, welche auf dem gemeinsamen Antrag unterschrieben haben, drängten immer wieder auf die Einforderung ihres ersessenen Rechtes.

Rechtsauskünfte die wir eingeholt haben bestätigen, dass hier eine hohe Chance besteht die Wiederöffnung zu erreichen. Es ist nicht unser Ansinnen jetzt den Rechtsweg einzuschlagen.

 

Wir wollen die Öffnung des Zuganges vom Mühlweg nach den Wahlen wiederum aufnehmen und hoffen auf einen Konsens im neuen Gemeinderat für die Inzinger Dorfbevölkerung.

Wir danken all jenen, die sich für die Sammlung der Unterschriften eingesetzt haben für ihren selbstlosen Einsatz!