EMANZEN
standpunkt
Ungläubiges Entsetzen
nach erfolgter blauschwarzer Regierungsbildung. Bis zur letzten Minute
hatte ich es nicht für möglich gehalten, dass die ÖVP aus reiner
Machtgeilheit - vor allem ihres Herrn Schüssel - die Partei der Herren
HaiderMölzerKabasPrinzhornundwiesiealleheißen - in die Regierung nimmt
und damit uns alle national spaltet und international isoliert. Der fromme
Wunsch, “dies alles” könnte nach ein paar Monaten vorbei sein, wird
sich nicht erfüllen. Dies ist kein normaler Regierungswechsel in einer
Demokratie, sondern der Versuch rassistische, kultur- und frauenfeindliche
sowie faschistoide Positionen salonfähig zu machen.
Wenig verwunderlich, dass
als erste Tat das Frauenministerium abgeschafft wurde. Aber wenigstens
bekommen jetzt alle Frauen das gleiche Kindergeld, egal in welchen
finanziellen Verhältnissen sie leben. Vielleicht dürfen wir auch bald
einen Mutterorden erwarten. Es finden sich sicher noch andere Anregungen
in unserer jüngeren Geschichte, die für diese Regierung als Vorbild
dienen könnten, zum Beispiel der Umgang mit unbotmäßigen KünstlerInnen.
Wenn schon keine Bücherverbrennungen , Berufsverbot und KZ, dann doch
bitte wenigstens die Streichung der Subventionen für alles, was am
dumpfen Stammtisch nicht verstanden wird. Hoffentlich wird den liberalen,
kunstsinnigen Teilen der ÖVP bald klar, mit wem sie sich da ins Bett
gelegt haben. Sie können doch nicht übersehen, dass so gut wie alle KünstlerInnen,
die internationale Bedeutung haben, entweder ans Auswandern denken oder
ihren Widerstand ankündigen.
Das ist nur der Anfang.
Die Räume, in denen Kunst entsteht, werden enger und enger. Die Staberls
rühren ihre Hämetrommel, die Stammtische triumphieren. Kein Fonds mehr für
zeitgenössische Kunst, die weißbestrumpfte Volkstümlerecke wittert
Morgenluft.
Luc Bondy nennt diese
Regierung sehr zutreffend eine chauvinistische Lodenkoalition.
WIDERSTAND IST ANGESAGT.
Margit Drexel
Position
des autonomen FrauenLesbenzentrums in Innsbruck
zur FPÖ-ÖVP
Regierung
Uns
graut vor dem politischen Ton.
Uns
graut vor der militärischen Aufrüstung.
Uns
graut vor dem Überwachungs-und Bespitzelungsapparat.
Uns
graut vor der Reduktion der Frau auf Familienarbeit.
Uns
graut vor der Zerstörung von FrauenLesbenräumen und-strukturen.
Uns
graut vor der Aufwertung der Familie und dem Angriff auf andere
Lebensformen.
Uns
graut vor Fremdenhaß und AusländerInnenfeindlichkeit.
Uns
graut vor der Reduzierung von Menschen auf verwertbare (Arbeits-)Ressourcen.
Uns
graut.
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Feministische Buchtipps:
Aus: WeiberDiwan, der
Rezensionszeitschrift der Buchhandlung Frauenzimmer in Wien
Ellen Bass und Kate
Kaufmann: Wir lieben wen wir wollen.
235 Seiten. Orlanda Berlin 1999. S 218,--.
“Wir lieben wen wir
wollen” ist ein Selbsthilfebuch für lesbische, schwule und bisexuelle
Jugendliche, das nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für
LehrerInnen, MultiplikatorInnen, Eltern, sowie alle, die mit lesbischen
und/oder schwulen Jugendlichen zu tun haben (wollen), eine große Unterstützung
sein kann. Mit Hilfe eines sehr gelungenen Layouts, inklusive Fotos,
Cartoons, kurz zusammengefassten “Emergency-Boxen” und
Erfahrungsberichten von jungen Lesben und Schwulen, werden Antworten auf
Fragen sowie konkrete Handlungsmöglichkeiten für alle schwierigen
Situationen gegeben, die im Coming-Out-Prozess auftreten können: Was
bedeutet, lesbisch/schwul zu sein; wie man/frau sich selbst akzeptieren
kann, wo andere lesbische/schwule Jugendliche zu finden sind, wie man/frau
vor Familie und/oder FreundInnen ein Coming-Out gestalten kann, wie
Krisensituationen zu überwinden sind, wie lesbischer/schwuler Sex überhaupt
funktioniert; usw. Ein wärmstens zu empfehlendes Buch, auch für
“erwachsene” Lesben/Schwule, die einmal nachlesen möchten, was sie da
so alles überstanden haben - und außerdem ist das Coming-Out ja nie ganz
abgeschlosssen.
Karin Schönpflug
Feministische
Impressionen
von Tanja Schärmer und
Barbara Zipper
Bei der kritischen
Betrachtung der Darstellung der Frau in heimischen Medien ist uns
Folgendes aufgefallen.
Im profil Nr.8,
21.Feb.2000, war eine erotische blonde Schönheit mit leicht geöffneten
Lippen in einer für uns leider unbekannten Yoga-Stellung abgelichtet.
Erst als wir die herumliegenden Tennisbälle bemerkten, wurde uns klar,
dass es sich hierbei um eine hochrangige Tennisspielerin handelt.
Die Frauenbeilage
“extra” mit dem Titel “Powerfrauen - Frauenpower” will nicht
darauf verzichten, die rosarote Brille Oliver by Valentino, schon gesehen
um preisgünstige 1360,-S, zu verordnen. Etwa um die Erschöpfungsdepression
in einem rosigeren Licht erscheinen zu lassen?
Ein Interview mit Fritz
Humer, Chef von Wolford, einer Textilfirma, zeigte uns auf, dass sechs
schwarz bestrumpfte Frauenbeine, die sich um den korrektgekleideten, satt
und zufrieden dreinblickenden Fritz räkeln, offenbar für
Gleichberechtigung in seiner Firma stehen (außer in der
Fertigungsabteilung, denn da sei es zu hart und rauere Gesellen wären
anwesend).
Danke, profil, für das
aparte Foto des unwiderstehlichen ZiB3-Moderators Roman Rafreider auf der
letzten Seite!! Rafreider als Betthupferl für die erfolgreiche Frau? Blöd
- aber schön!
Wir freuen uns auch schon
auf das nächste Frauen-extra “singles”, das von uns sehnsüchtig
erwartet wird.
Und zum Schluss wieder
eine erbauliche Sentenz, diesmal von den Herren Ex-Minister Krüger und
TV-Moderator Chmelar:
Krüger: Waßt no, die Miss Vienna?
Chmelar: Mein Gott, was haben wir geschnackselt. Die Miss Vienna haben
wir uns geteilt. Zuerst ich im Schlafzimmer, dann du im Wohnzimmer!
(profil, Nr.9, 28.Feb.2000)
Soviel zur Achtung der Frau in Politik und Medien !
Vom
Lehrer zum Coach und Manager

Seit
Beginn dieses Schuljahres leitet ein neuer Direktor die Hauptschule Inzing.
Mit Direktor Dr. Josef Schärmer ist dies ein Mann, der schon seit
Jahrzehnten in Inzing als Lehrer tätig ist. Eine neue Leitung, das
bedeutet immer auch neue Ideen, neue Schwerpunkte, Veränderungen für SchülerInnen
und LehrerInnen. Die DZ wollte wissen, wie sich Direktor Schärmer, vielen
besser bekannt unter seinem Vornamen „Josl“, seine neue Aufgabe
vorstellt. Das Gespräch führte Hannes Gstir.
DZ: Josl, Du bist jetzt seit fast einem
halben Jahr in Deinem neuen Amt als Hauptschuldirektor tätig. Wie geht es
Dir bisher in Deiner Tätigkeit, haben sich Deine Erwartungen erfüllt?
Schärmer: Mein Aufgabenbereich hat
sich natürlich total verändert. War ich bisher selbst Lehrer an der HS
Inzing, bin ich jetzt als Schulleiter für alles, was an der Schule
passiert, verantwortlich. Vom einfachen Lehrer bin ich zum Coach und
Manager geworden. Am Anfang geht da eine ziemliche Lawine von Gesetzen,
Verordnungen und organisatorischen Fragen auf einen herunter. Eine
40-Stunden-Woche ist unter diesen Bedingungen unvorstellbar. Morgens bin
ich der Erste in der Schule, abends komme ich oft erst um 22.00 Uhr nach
Hause. Andererseits war mir das Arbeitsfeld, das mich erwartete, natürlich
nicht ganz fremd, als Lehrer bekommt man ja doch einiges mit, was in der
Direktion zu tun ist. Eine wichtige Stütze für meine neue Aufgabe finde
ich in meiner Familie. Meine Frau und auch meine Tochter sind Lehrerinnen
und von ihnen bekomme ich viel Feedback.
DZ: Wie stellt sich Dir das
Hauptschulgebäude dar? Wie ist der bauliche Zustand, gibt es genügend Räume,
gibt es Wünsche an die Gemeinde als Schulerhalter?
Schärmer: Die Schule muss sich ändern,
und zwar von einer lehrenden Schule hin zu einer lernenden Schule. Es geht
heute nicht mehr darum, Wissen anzuhäufen und abzufragen, sondern darum,
Möglichkeiten zu eröffnen, sich Wissen zu beschaffen. Das bedeutet für
die Schule einen großen Bedarf an Quellen, vor allem auch im Bereich der
EDV. Hier braucht es Geräte, Leitungskapazitäten und Räume. Eine erste
Initiative haben wir hier schon gesetzt durch die Abteilung des bisherigen
Musik- und Mehrzwecksaales. In den beiden dadurch entstandenen Räumen
richten wir eine Arbeitsbibliothek und einen EDV-Raum ein. Damit tragen
wir der Entwicklung hin zur „virtuellen Bibliothek“ Rechnung. In
Zukunft wird nicht die Zahl der Bücher an der Schule wichtig sein,
sondern die Möglichkeit, Daten abzurufen. Die Verbindung von
Arbeitsbibliothek und EDV-Raum ist also nicht zufällig.
Der bisherige Mehrzweckraum steht damit
nicht mehr für öffentliche Veranstaltungen zur Verfügung. Mit dem
ehemaligen Musikprobelokal haben wir allerdings einen wesentlich besser
geeigneten Ersatz dafür. Neben der Nutzung als Musikzimmer für die HS
soll dieser Raum in Zukunft für Veranstaltungen aller Art genutzt werden,
und er hat dafür auch die ideale Infrastruktur: einen Eingang von außen,
eigene Garderobe, WC und eine gemütliche Ecke. Die Umbauarbeiten sind mit
Hilfe der Gemeinde schon sehr weit fortgeschritten. Generell brauchen wir
an der Schule durch das Leistungsgruppensystem sehr viele, vor allem
kleine, Räume. Da sind immer wieder Bemühungen nötig. Bei der Gemeinde
haben wir dafür und generell für schulische Anliegen immer ein offenes
Ohr gefunden und hoffen, dass das auch so bleibt.
DZ: Viele Hauptschulen kämpfen mit
sinkenden Schülerzahlen, wie ist die Situation in Inzing?
Schärmer: Bis jetzt können wir uns über
dieses Problem sicher nicht beklagen. Ganz im Gegenteil unsere Schülerzahl
und somit auch die Klassenzahl steigt. Am Beginn dieses Schuljahres
konnten wir eine zusätzliche Klasse eröffnen. Im Herbst kommt wieder
eine neue Klasse hinzu. Dann sind wir bereits zwölfklassig. Allerdings
gibt es eine biologische Entwicklung, die auch uns treffen wird. Im Jahr
2010 wird es 30% weniger Kinder im HS-Alter geben.
In diesem Zusammenhang möchte ich auch
erwähnen, dass wir bereits eine Integrationsklasse mit einem Kind mit
sonderpädagogischem Förderbedarf haben, was ein Stützlehrersystem
erfordert. Ab Herbst werden wir dann eine Vollintegrationsklasse mit vier
Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf haben. Für die Schule heißt
das zusätzliche Lehrer, Räume, Lehrmittel und für die Lehrer zusätzliche
Arbeit. Notwendig wird außerdem die Organisation in Teams. Lehrer werden
sich also von Einzelkämpfern zu Teamarbeitern entwickeln müssen. Das
halte ich übrigens unabhängig von den Integrationsklassen für eine
wichtige Entwicklung, und ich sehe in der Förderung der Teamarbeit eine
meiner Hauptaufgaben als Schulleiter.
DZ: Manche HS spezialisieren sich, um
noch attraktiver für SchülerInnen zu
sein. Hast Du dazu Pläne für die HS Inzing?
Schärmer: Unsere Schul ist von jeher
leistungsbezogen ausgerichtet. Das kommt besonders SchülerInnen zugute,
die weiterführende Schulen besuchen. Die Aussteigerquote ist sehr gering.
Aber auch kulturelle und sportliche Aktionen haben genügend Platz. Wir können
stolz auf unsere sportlichen Aktivitäten sein. Kürzlich wurde unsere
Schulmannschaft bei der HS-Bezirksfußballmeisterschaft Bezirksmeister
Weiterhin hat auch Musik an unserer Schule einen hohen Stellenwert.
Besonders beliebt ist der musikalische Jahresabschlussabend. Solche
Schwerpunkte und ihre Verwirklichung hängen immer stark von den Fähigkeiten
und dem Engagement unserer Lehrer ab.
DZ: Welche Pläne hast Du generell für
Deine Tätigkeitsperiode? Gibt es Änderungen, die Du vorhast oder
besondere Initiativen?
Schärmer: Ich habe oben schon
angesprochen, dass ich es für wichtig halte, die Teamfähigkeit unter
meinen Lehrern zu fördern. Das kann man sicher als einen Schwerpunkt
bezeichnen. Ich sehe auch eine Aufgabe darin, die Organisation des
Unterrichts den heutigen Anforderungen anzupassen. Früher war der
Lehrvortrag das wichtigste in der Schule, heute ist es das selbständige
Arbeiten, die Arbeit in Kleingruppen, in Laboratorien. Die
Unterrichtsstunden sind anders zu gestalten, vielleicht auch oft mit zwei
Lehrern in einer Klasse. Die oben erwähnte Integrationsklasse hat für
mich deshalb einen besonderen Wert als Lehrbeispiel für dieses
Unterrichten im Team. Ich glaube auch, dass durch diese Teamarbeit die
Qualität des Unterrichts den Lehrstoff betreffend mindestens gleich gut
wie in einer „normalen“ Klasse ist, was das soziale Lernen betrifft
ist sie sowieso weit effizienter.
Einen weiteren Schwerpunkt möchte ich
in der Begabtenförderung setzen. An der HS werden schwächere Schüler
durch den Stützunterricht erfolgreich gefördert. Jeder Schüler bekommt
auch Förderunterricht, bevor er in eine schwächere Leistungsgruppe
abgestuft wird. Der Erfolg ist, dass es nur sehr wenige Nichtgenügend
gibt. Dazu einige Zahlen: Von allen 244 Schülern an unserer Schule sind
nur 16 in allen leistungsdifferenzierten Fächern (Deutsch, Englisch,
Mathematik) in der dritten Leistungsgruppe. Auf der anderen Seite sind 65
Schüler in allen Leistungsfächern in der ersten Leistungsgruppe, das
sind 27%. Das ist ein geistiges Kapital, das eine zukunftsorientierte
Schule fördern muss. Zu beachten ist dabei, dass viele besonders begabte
Kinder in gewissem Sinn „Außenseiter“ sind, deren man sich annehmen
muss.
DZ: Wie siehst Du die Beziehung
zwischen Hauptschule und Öffentlichkeit?
Schärmer: Die Schule muss sich als
Dienstleistungsbetrieb - und das heißt nach außen - präsentieren. Das
Schulleben spielt sich bisher leider viel zu viel in der Schule ab und hat
zu wenig Bezug zur „Außenwelt“. Ich halte zum Beispiel den Bezug zur
Wirtschaft für sehr wichtig, aber auch Beziehungen zur Gemeinde, zu
Vereinen, auch der Kontakt zu Eltern mit speziellen Fähigkeiten sollte
gepflegt werden. Kurz - wir müssen das Leben in die Schule hereinholen
bzw. mit unseren Schülern aus der Schule hinaus gehen. Schule muss
Lebensraum werden, in dem gearbeitet, gelernt, gefeiert und viel
kommuniziert wird.
DZ: Welche Angebote der HS an die Öffentlichkeit
kannst Du Dir vorstellen, z.B. die Nutzung der Räume und des Schulhofes,
und welche außerschulischen Aktivitäten gibt es jetzt schon an der HS?
Schärmer: Das Haus sollte möglichst
oft und vielseitig genützt werden. Jede Stunde, in der das Schulhaus
verwaist ist, ist schade. Deshalb sollte das Schulhaus auch über die
Ferien offen sein, vor allem die Turnhallen. Natürlich mit entsprechender
Aufsicht und Umsicht. Man darf nicht vergessen, dass das Schulhaus von
allen geschaffen wurde – ich selbst erinnere mich noch, für das VS-Gebäude
beim Grundausheben Frondienst geleistet zu haben. Heute ist das nicht mehr
so direkt, aber über die Steuerleistung hat jeder seinen Beitrag zum
Schulhaus geleistet. Deshalb soll es auch allen zur Verfügung stehen.
DZ: Kannst Du Dir spezielle
Schulprojekte in Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen in Inzing
vorstellen, z.B. Spurensuche mit dem Chronisten, Spielplatzgestaltung mit
dem Familienausschuss, Medienarbeit mit der DZ,...?
Schärmer: Wir haben ja schon
erfolgreiche Projekte gemacht, z.B. das Wasserprojekt, bei dem Lehrer und
Schüler mit Spezialisten wie Limnologen und Forstfachleuten
zusammenarbeiteten. Für diesen wertvollen Beitrag zur Umweltbildung hat
das Land Tirol den 3. Klassen der Hauptschule Inzing den Tiroler
Umweltpreis 1997 verliehen. Ein Projekt ist derzeit in der Planungsphase,
es geht um „Inzing um 1500“. Aber selbstverständlich nehmen wir auch
gerne Anregungen von außen auf, ganz im Sinne der Schule als
Dienstleistungsbetrieb.
DZ: Welche Zukunftsphantasien oder –utopien
hast Du für die HS Inzing?
Schärmer: Diese Frage stellen wir uns
derzeit auch in einem internen Projekt, der Erstellung eines Leitbildes,
das von der Schulbehörde verlangt wird. Diese Aufgabe soll aber nicht ad
hoc geschehen, sondern behutsam in unsere tägliche Arbeit einfließen.
Das braucht Zeit und Einfühlungsvermögen, denn wir (SchülerInnen,
LehrerInnen und Schulleiter) müssen uns erst zu einer Gemeinsamkeit
finden. Ich bin immer auch selbst ein Lernender und muss erst Dinge
probieren und weiterentwickeln. Grundlegende Einigung gibt es aber schon
darüber, dass wir eine Schule für alle Kinder sein wollen. Sowohl
hochbegabte als auch schwache und besonders auch sozial gefährdete Schüler
sollen und müssen bei uns Platz haben. Die Hauptschule ist eine
allgemeinbildende Pflichtschule, sie kann sich die Kinder nicht aussuchen.
Wir sind eine Schule, in der eine „Pädagogik der Vielfalt“
praktiziert wird.
Als Schulleiter werde ich mich um ein
Umfeld bemühen, in dem SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen gemeinsam an
der Entwicklung eines gesamtheitlichen Unterrichts arbeiten können.
DZ: Wir danken für das Gespräch und wünschen
Dir alles Gute für Deine Vorhaben.
Zur
Person Dr. Josef Schärmer
Josef
Schärmer wurde am 6.7. 1943 geboren.
Nach der Volksschule in Inzing und der Hauptschule in Innsbruck besuchte
er die Lehrerbildunganstalt. Danach unterrichtete er zwei Jahre an der
VS Axams und kam 1966 an die VS Inzing, wo er bis 1975 unterrichtete. Während
dieser Zeit legte er die Lehrbefähigungsprüfungen für Deutsch,
Bildnerische Erziehung und Werkerziehung ab.
Seit 1975 ist er bis 1999 an der HS Inzing tätig. Seit Beginn des
Schuljahres 1999/2000 hat er das Amt des Schulleiters (die Bezeichnung,
der er selbst gegenüber „Direktor“ den Vorzug gibt) inne. Von 1982
bis 1991 studierte Josl Kunstgeschichte und Pädagogik an der Universität
Innsbruck und promovierte mit einer Dissertation über „Prof. Josef
Schretter – Leben, Werk, Stellung in seiner Zeit“ zum Dr. der
Philosophie und Pädagogik. Seit 1979 ist er Lehrbeauftragter des Roten
Kreuzes für Erste Hilfe. Lehrer ist er auch seit vielen Jahren am WIFI.
Dort ist er für die Fremdenführerausbildung, Schwerpunkt Architektur,
zuständig.
Josl
unterrichtet seit 1994 auch Bildnerische Erziehung und Werkerziehung an
der Pädagogischen Akademie in Stams, außerdem ist er ein begehrter
Exkursionsleiter für Kunstreisen in der Lehrerfortbildung am Pädagogischen
Institut in Innsbruck..
Zusätzlich war und ist Josl in zahlreichen Vereinen ehrenamtlich
engagiert:
8 Jahre Chorleiter des Männergesangsvereines Friedrichslinde,
Kursleiter an der Erwachsenenschule, viele Jahre lang Vorstandsmitglied
der Raiffeisenkassa Inzing, Initiator und Gründungsmitglied der Galerie
RZ88. Er wird auch gerne und oft gefragt, Kunst-ausstellungen zu eröffnen.
Nebenbei veröffentlicht er immer wieder Artikel in Zeitschriften,
darunter erfreulicherweise auch in der DZ Inzing. Weiters ist er
Mitarbeiter beim Forschungsinstitut Brenner Archiv an der Universität
Innsbruck.
Trotzdem ist Josl weiterhin auch ein Lernender, er besucht laufend Kurse
am WIFI und bildet sich auch auf Reisen weiter. Sein Schwerpunkt dabei
ist die Kunst in Italien und Frankreich.
Erstaunlicherweise findet Josl neben diesen vielfältigen beruflichen
und außerberuflichen Aktivitäten auch noch Zeit für ein Privatleben:
Direktor Josef Schärmer ist verheiratet mit Anita und hat drei Kinder,
auf die er sehr stolz ist und auch sein kann.
Faschingsstimmung
in der Hauptschule Inzing
Der Fasching wurde in der Nacht vom 25.2. zum
26.2.2000 für die HauptschülerInnen der 2a und 2b Klassen zum alles
bestimmenden Thema.
Das närrische Treiben zog Schüler, Eltern und
Lehrer in seinen Bann. Gemeinsam wurde gebastelt, dekoriert und das
Abendessen zu- bzw. hergerichtet. Nach vollendeten Vorbereitungstätigkeiten
war das Showprogramm an der Reihe. Faschingsspiele, Faschingsscherze und
Faschingswettkämpfe hielten alle auf Trab und ließen einige ins
Schwitzen kommen. Zaubertricks wurden vorgeführt und hinterließen bei
allen Anwesenden ein ungläubiges Staunen. Erleichterung gab es erst durch
die Aufforderung, sich zur Mitternachtsjause zu begeben.
Frisch gestärkt tanzte man, bis die Füße
schmerzten und um 2.30 Uhr abgewunken wurde. Nach „kurzer“ Nachtruhe
gab es noch ein gemeinsames Frühstück, mit dem das Fest seinen Ausklang
fand.
Die
Faschingsnacht hat’s voll gebracht!!!