Haushalte Teil 2
Home Information Wirtschaft Interaktiv Foto Galerie Vereine Politik Dorfzeitung NEU! Private HP

Die wichtigsten Ergebnisse der Haushaltsbefragung

Teil 2 von 2

Diese Umfrage ergab, daß eine funktionierende Nahversorgung praktisch für alle (96 Prozent) eine hohe Bedeutung besitzt. Nur vier Prozent messen diesen Einrichtungen keine Bedeutung zu.

Jeder vierte Haushalt (28%) in Inzing ist auf eine funktionierende Nahversorgungsstruktur angewiesen.

Textfeld:

Sie sind deshalb darauf angewiesen, weil es sich überwiegend um Personen handelt, die nicht mobil sind bzw. nur selten einen Pkw für ihre Einkaufsfahrten zur Verfügung haben oder weil es sich dabei um Mütter mit mehreren Kindern handelt, die nicht wegen jeder kleinen Besorgung nach Innsbruck oder in ein Einkaufszentrum fahren können.

Ø      96 Prozent der Haushalte kaufen gerne in Inzinger Betrieben, allerdings überwiegend kleinere Einkäufe. Die Großeinkäufe werden hauptsächlich bei den großflächigen Anbietern in den Einkaufszentren oder Innsbruck getätigt.

Ø      Die durchschnittlichen Ausgaben pro Haushalt in Inzing für Nahversorgungsprodukte betragen ca. ATS 6.375,- pro Monat, das entspricht einem Volumen von ca. ATS 6,75 Mio. pro Monat für Produkte der Nahversorgung.

Ø      67 Prozent dieser Ausgaben bleiben im Ort, 19 Prozent fließen nach Innsbruck, der Rest nach Völs, Telfs und Zirl.

Ø      Dieser Wert von 67 Prozent ist für eine ländliche Gemeinde extrem hoch. Die Kaufkraftbindung im Ort ist erfreulich gut.

 

Zahlreiche Studien(10) und Beobachtungen in der heimischen Handelslandschaft belegen eine Entwicklung, die durch einen massiven Zuwachs des Flächenangebotes und eine starke räumliche Konzentration der Standorte in zentralen Lagen und Einkaufszentren geprägt ist. Der Einzelhandel zieht sich aus Gebieten mit geringer Bevölkerungsdichte zurück. Als Folge davon werden Ortskerne entleert, es gehen Arbeitsplätze verloren, nicht nur die Einkaufswege werden verlängert, sondern auch die Zahl der Berufspendler steigt von der Peripherie in die Zentren. Nicht oder nur eingeschränkt mobile Haushalte stehen schon in vielen Ortschaften Tirols vor massiven Versorgungsproblemen. Von den 279 Tiroler Gemeinden sind derzeit bereits 31 ohne Nahversorger(11). Allerdings sind die meisten dieser Gemeinden durch eine geringe Siedlungsdichte, geringe Einwohnerzahl, geringer Tourismus und meist durch Streusiedlungen in peripherer Lage gekennzeichnet.

Für Inzing treffen diese Attribute nicht zu. Die Gemeinde nimmt in der Region Innsbruck West bzw. Salzstraße die Funktion eines Subzentrums ein und hat nicht nur attraktive Lebensmittehändler, sondern auch noch andere sehr gute Nahversorgungsbetriebe. Dennoch muß auch hier die Sicherung der Nahversorgung als ein Thema mit höchster Aktualität behandelt werden, denn Versäumnisse können sich fatal auswirken und langfristig nicht repariert werden.

Eine der Kernfragen dieses Projektes lautet daher:

Wieviel Anteile des Haushaltsbudgets bleiben in der Gemeinde und helfen damit die Nahversorgungsstruktur zu sichern und welche Anteile fließen in andere Gemeinden ab.

 Und das Ergebnis zu dieser Frage kann sich wirklich sehen lassen (siehe Folie 9):

Zwei Drittel aller Ausgaben für Nahversorgungsprodukte, insgesamt ca. ATS 4,5 Mio werden in Inzinger Betrieben ausgegeben.

Der Betrag beruht auf Angaben von 466 Haushalten, die alle Fragen zur Nahversorgung beantworteten.

Dieser Wert ist erfreulich hoch und belegt, daß die Gemeinde Inzing zur Zeit über eine gesunde Nahversorgungsstruktur mit attraktiven Unternehmen verfügt, die von der Bevölkerung auch sehr gut angenommen werden.

Bei diesen Auswertungen ist natürlich darauf zu achten, daß letztendlich der Konsument in unserer freien Marktwirtschaft entscheidet, wo er einkaufen will. In Inzing ist es aufgrund der sicherlich für andere ländliche Gemeinden beneidenswerten Situation nicht notwendig, regulierend bzw. fördernd einzugreifen. Aber damit die Situation auch so bleibt und vielleicht sogar noch verbessert wird, muß beständig und unermüdlich an der Loyalität der Konsumenten zu den heimischen Nahversorgern gearbeitet werden. Und da ist nicht nur die Marketingabteilung der Handelsbetriebe gefordert, sondern auch die Gemeindeführung – denn Nahversorgung geht uns alle an! Eine zusammenbrechende Nahversorgungsstruktur kann fatale Auswirkungen auf die finanzielle, soziale und gesellschaftliche Struktur einer Gemeinde dieser Größenordnung zur Konsequenz haben.

Ø      Bei 94 Prozent aller Geschäftsbesuche in Inzing werden 67 Prozent der Ausgaben getätigt. Bei 6 Prozent Geschäftsbesuche in anderen Orten werden aber 33 Prozent der Ausgaben getätigt. Das bedeutet, daß die Inzinger zum Großeinkauf gerne in ein Einkaufszentrum oder in die Stadt fahren.


Folie 11

In dieser Auswertung werden nur die Lebensmittelhändler unter den Nahversorgern bewertet. Bei den Auswahlkriterien der am häufigsten besuchten Lebensmittelhändler spielen die Qualität der angebotenen Produkte und die räumlich Nähe die wichtigste Rolle. Die Preisgestaltung liegt in dieser Auswertung erst nach der Angebotsstruktur an vierter Stelle. Billige Angebotspreise alleine sind in der Regel für die Wahl des Geschäftes nicht vorrangig entscheidend.

 

Wo kauft man billig - nach Meinung der InzingerInnen?

Ø      20 Prozent der Inzinger meinen, daß die Geschäfte (Lebensmittelhändler) im Ort teurer sind als im Cyta oder dez. Das meinen vor allem jene Personen, die auch die Großeinkäufe außerhalb erledigen.

Ø      die Warenkorbanalyse zeigt aber, daß tatsächlich in Inzing sehr günstig eingekauft werden kann! Siehe dazu nächstes Kapitel!

 

Zurück Kapitel zurück Weiter